Gabelfedern tauschen

Du siehst das Forum als Gast - als registriertes Mitglied stehen dir alle Forenbereiche zur Verfügung. Wir freuen uns auf dich!

  • Servus,

    Neben einen versuch die Sitzbank zu erhöhen ohne aufzupolstern ( werde Berichten) möchte ich gern die zugehörigen Gabelfedern zum bereits verbauten Black T 4 hinten tauschen.

    Hat das schon jemand selbst gemacht oder eher die Finger davon lassen?

    Wäre Cool wenn hier da eine Art Anleitung geben kann.

    Grund : Besseres Fahrverhalten und vor allem weniger eintauchen beim Bremsen.

    Habe die Werkzeugrolle von Wunderlich montiert und mir bereits den Frontfender verkratzt. Dessen Schnalle beim starkem eintauchen den Fender berühren.

    Grüße aus Dinkelscherben

    Roli

    • Hilfreichste Antwort

    Hallo Roland,

    das Tauschen der Gabelfedern zusammen mit dem angepassten Gabelöl, egal ob von Touratech oder von Wilbers hätte den gegenteiligen Effekt. In beiden Fällen würdest Du aufgrund der geringeren Federrate („weichere“ Feder) ein besseres /sensibleres Ansprechverhalten generieren, gerade im Highspeedbereich der Federn (kurze/trockene/ schnelle Stöße), z.Bsp. Beim Überfahren von Kanaldeckeln, Kopfsteinpflaster, Fahrbahnkanten, etc., aber trotz der progressiven Wicklung würde die Gabel aufgrund des geringeren „Widerstands“ gegen die Einfederbewegung schneller und tatsächlich im direkten Vergleich weiter eintauchen.

    Mit einfachen Worten: mehr Komfort in jeder Lebenslage, bei auf der anderen Seite verringerter Bodenfreiheit bei sportlicher Fahrweise, wie beim Anbremsen von Kehren, gerade bergab. Ich glaube Ralf hat die Gabelfedern und das Gabelöl getauscht. Ich weiß aber jetzt auch nicht, ob er es selber gemacht hat. Ist auf alle Fälle etwas aufwendiger, Du musst die Gabel komplett ausbauen.

    Was Dir tatsächlich helfen könnte, wäre eine einstellbare Gabel (in Zug- und Druckstufe). Nur da kannst Du wirklich auf die unterschiedlichen Anforderungen wie alleine oder zu zweit, mit und ohne Gepäck, sportlich oder gemütlich eingehen. Unit Garage bietet hier einen Öhlins-Umbau für die R18 an und Wilbers hat hier auch einen Umbau im Programm.

    Etwas, was die beiden Baggermodelle elektronisch regeln, muß bei den drei anderen Modellen mechanisch angepasst werden, sofern technisch überhaupt möglich. Wenn Du also weder zur B oder TC wechseln, die Gabel und das Federbein nicht tauschen möchtest, ist das Leben mit dem Kompromiss nötig. Wobei ich die Gabel als straff genug gedämpft und eher etwas zu „hart“ gefedert empfinde. Fahre aber auch nur solo….

    Viele Grüße aus Violau, Markus

    Von race to cruise

  • rolandwkatze 15. Oktober 2023 um 15:51

    Hat einen Beitrag als hilfreichste Antwort ausgewählt.
  • Danke Markus,

    Dachte eigentlich das hängt zusammen mit dem hinteren Umbau. Wird ja immer der komplette Umbau hinten und vorn empfohlen.

    Mir ist es vorne auch eher zu hart aber ich werde das dann wohl lassen. Hab grad den allgemeinen Umbau auf der Website von Black T gefunden.

    Ist dann ja wohl doch eher ein größerer Aufwand vor allem mit Spezialwerkzeug.

    Werde mich dann dem bereits erwähnten Versuch der Höherlegung der Sitzbank ohne Aufpolstern widmen. Angestrebt sind 2cm und dann vielleicht noch die tieferen Ergo Fussrasten. Dann sind,s 4cm..wäre bestimmt ein Riesenvorteil vom Kniewinkel und für die Hüfte.

    Gruß Roli

  • rolandwkatze

    Hallo Roland,

    ich habe an meiner Dicken die Hepco-Becker Werkzeugrolle (30x11) mit dem Wunderlich Halter angebaut.

    Hierfür waren nur ein paar zusätzliche "Loxx"-Teile nötig.

    Bisher hat nichts "gekratzt". Welche Größe hat deine Werkzeugrolle?

    Werkzeugrolle.jpg


    Mark 96

    Ich stehe auch vor dem Einbau der Hyperpro-Gabelfedern (m.W. = Touratech/Black-T).
    Hast du zufällig Angaben zu den Federkennlinien der unterschiedlichen Gabelfedern?

    Gibt´s für die FE einen Umbausatz mit einstellbarer Gabel (in Zug- und Druckstufe)?

    Hat schon jemand Erfahrungen mit den Gabelfederumbausätzen?

    Das hintere Federbein habe ich bereits vor längerem durch das Hyperpro Stage 3 Federbein (m.W. = Touratech/Black-T) getauscht.

    Die Federkennlinien der so gut wie linearen Originalfeder und der mit dem Hyperpro-Federbein gelieferten progressiven Hyperpro Feder (1267) habe ich vorher vermessen.

    Bei dem Originalfederbein ergibt erst die Einheit "Gummipuffer/Feder" eine gewisse "progressive Kennlinie". D.h. die korrekte Höheneinstellung der Federvorspannung ist unabdingbar - bei zu tiefer Einstellung (= weniger Federweg) "reitet" man sonst gleich auf dem Gummipuffer ....

    Bei gleicher Krafteinwirkung federt eindeutig die Originalfeder stärker ein - das bestätigt bei mir auch die Fahrpraxis.

    Den besseren Fahrkomfort ergibt erst die einstellbare Zug- und Druckstufe bei meinem Hyperpro Stage 3 Federbein.

    Insofern wäre natürlich auch eine nachträgliche Einstellmöglichkeit der Zug-/Druckstufen an der Gabeldämpfung super!

    Man kann zwar mit Viskosität Gabelöl, Gabelölmenge u.a. "spielen" - aber der Montageaufwand hierzu - Aus-/Einbau - ist natürlich riesig groß.

    Viele Grüße aus Franken

    Axel

  • Hallo Axel,

    Ich bin auch gerade dabei mir etwas zu überlegen wie ich meine Werkzeugrolle, ohne die Riemen zu verwenden, anbauen soll.

    Wie bist du zu dem Wunderlich Halter für die Werkzeugrolle gekommen?

    Kann man die auch einzeln bei Wunderlich bestellen?

    Viele Grüße

    Steve

  • Hallo Axel,

    ich habe mir bei meiner Entscheidung pro Wilbers Federbein damals alle Kombinationsmöglichkeiten angeschaut. Qualitativ liegen Wilbers und Touratech auf gleich hohen Niveau. Die 20 mm Plus beim Wilbers hat für mich den Ausschlag gegeben. Federvorspannung benötige ich, da immer solo, eigentlich nie. Da reicht für mich der Hakenschlüssel. Die Dämpfung ist in der Zugstufe einstellbar und wirkt sich ja, wenn auch deutlich reduziert, auch auf die Druckstufe aus. Stichwort Einkammersystem. Das reicht mir hinten allemal. Mehrere Ausgleichsbehälter wollte ich aus optischen Gründen einfach nicht.

    Wie bereits geschrieben, steht für die Gabel je ein Produkt von Wilbers direkt und Öhlins, vertrieben über Unit Garage, zur Verfügung. Beide voll einstellbar. Jeweils 30 Klicks bei der Druck- und 50 Klicks bei der Zugstufe, das wiederum sowohl für den Low- wie auch den Highspeedbereich. Der Kostenaufwand inklusive angepasster Gabelbrücke ohne Umbau und TÜV liegt bei beiden irgendwo um 3,5T€. Mir ginge das definitiv zu weit in den Rennsportbereich. Zudem passt für mich die Optik nicht zur R18. Irgendein Tuner, mir ist leider entfallen wer, hat auch schon die Gabel (auch einstellbar) der RnineT in die R18 verpflanzt. Ist halt ein immer die Frage nach Aufwand und Ergebnis. Bei einem Cruiser wäre mir die ganze Einstellerei zu aufwendig, zumal das Ganze immer nur für eine bestimmte Strecke wirklich passt. Ich warte auf den Umbau, der wie damals an der R90S, eine einfache Stellschraube von H nach W hat. Sozusagen ein Einkammersystem zur Einstellung der Gabel mittels kombinierter Zug- und Druckstufe.

    Von Experiment mit den unterschiedlichen Viskositäten des Gabelöls würde ich abraten. Die veränderte Dämpfung / „Bremswirkung“ wirkt ja immer in beide Richtungen. Bei zu starker Feder und verminderter Dämpfung verbessert man zwar das Ansprechverhalten beim Einfedern aber beim Ausfedern wird die Feder in der Gabel zu wenig gebremst, die Gabel neigt zum Springen. Verwendet man eine „weichere“ Feder und belässt es bei der original Viskosität besteht die Gefahr bei hintereinander folgenden Unebenheiten, dass die Gabel immer weiter ein- und nicht mehr weit genug ausfedert und entsprechen auf Block geht. Insofern sollte man hier unbedingt den Empfehlungen der Hersteller folgen und Feder wie auch Ölviskosität zueinander passend wählen. Pest oder Cholera… entweder super straff im Originalzustand (gerade solo gefahren) oder super sanft umgebaut auf Komfort mit halt verringerter Sportlichkeit beim fröhlichen Kurventanz. Da mangelt’s halt mal beim etwas ambitionierteren An- und Hineinbremsen von Kurven ganz schnell an Bodenfreiheit. So… welches Schweinderl hätten‘s denn gern…😜

    Viele Grüße aus Violau, Markus

    Von race to cruise

  • Macdrive

    Der Halter mit schon eingebauten 3 Loxx-Oberteilen (Best.Nr. 11855-ANB) hatte so ca. 75€ incl. Versand gekostet. Anfrage/Email an:

    support@wunderlich.de

    Anmerkung:

    Ich bin mir nicht mehr sicher ob die notwendigen Loxx-Unterteile zum Einnieten in die Werkzeugrolle dabei waren. Am besten nachfragen; ggfls. gibts z.B. Loxx-Unterteil-Halteplatten in div. Internetshops.

    Ich habe die Werkzeugrolle noch zusätzlich mit jeweils einem schmalen Band an den Holmen gegen "Vibrieren" fixiert - sieht man praktisch nicht und hält mit einer Flasche Bier drin echt gut.

    Mark 96

    Danke für die Hinweise und Infos.

    Zu den bisher angebotenen Gabelumbauten bin ich ganz Deiner Meinung. 3500€ ++ und unschöne Optik ist mir ein Gabelumbau nicht wert bzw. gefällt mir nicht.

    Weisst Du zu dem Umbau mit "einfacher Stellschraube" näheres?

    Viele Grüsse

    Axel

  • Hallo Axel,

    auf die Idee muss man erst kommen. Cool das Wunderlich die Halterung auch ohne Rolle verkauft. Hätt ich das gewusst dann wäre die Rolle von Hepko Becker auch erste Wahl gewesen. Hab ja auch die gleichen Satteltaschen.

    So hab ich die von Wunderlich, glaub da ist nicht viel um von der Größe. Hab sie eigentlich nur um den Verbandskasten und die Warnwesten unter zu bringen.

    Aber ich denke das liegt wohl an dem das ich meist zu Zweit fahre und doch meist zu sportlich unterwegs bin.

    Trotzdem ärgerts mich und müßte eigentlich Wunderlich bescheid geben.

    Grüsse aus Dinkelscherben, Roli

    • Offizieller Beitrag

    Ja, aber Du brauchst natürlich auch die Aufnahmen des Wunderlich-Halters, welcher mit Loxx-Schrauben die Tasche hält. Als ich mir von Spirit Leather die Werkzeugrolle habe machen lassen, haben die die Gegenstücke vernäht. Dann geht das

    • Offizieller Beitrag

    Macdrive

    Anmerkung:

    Ich bin mir nicht mehr sicher ob die notwendigen Loxx-Unterteile zum Einnieten in die Werkzeugrolle dabei waren. Am besten nachfragen; ggfls. gibts z.B. Loxx-Unterteil-Halteplatten in div. Internetshops.

    waren bei mir nicht dabei

  • Hallo Roli,

    als grossen optischen und technischen Vorteil fand ich, dass ich die genaue Lage der Schnallen (mittels Hinhalten u. Verdrehen, vor dem Nietlöcher anbringen) selbst bestimmen konnte.

    Vorschlag:

    Verdrehe bei dir die Position der Schnallen durch versetzen der Loxx-Unterteil-Halteplatten an der Werkzeugrolle, so dass die nicht mehr anschlagen. Das ist kein Hexenwerk, sechs 7mm ( Kopfdurchmesser) Nieten, Bohrer und einfaches Nietwerkzeug reichen. Für das Verschliessen der "alten" Nietlöcher gibts auch Schraubnieten.

    Tipp:

    Schreib doch an Wunderlich, die sollten Dir zumindest das Nietmaterial zum Versetzen der Werkzeugrolle kostenlos zuschicken.

    Viele Grüsse aus dem frostigen Franken

    Axel

  • Nochmal zurück zu den Gabelfedern.

    Da mir Wilbers das hintere Federbein mit 20 mm mehr Federweg und einer 8-Grad-Verstellnadel besonders weich abgestimmt hatte, musste die Dämpfung der Gabel angepasst werden.

    Ich habe dem BMW-Maitre Liqui-Moly-Gabelöl 7,5W in die Hand gedrückt (sie selbst hatten kein 7,5er Öl) und sie haben dann die Gabel befüllt. Ist sehr aufwändig, da das Luftkammervolumen stimmen muss und die Gabel zerlegt wird. Zudem bin ich mit einer 1-Liter-Pulle nicht hingekommen; ich musste noch Öl nachliefern.

    Ich empfinde das Fahrwerk nun als kommod und als besonders gut abgestimmt.

    Auch beim Bremsvorgang ist bisher die Gabel niemals durchgeschlagen.

    Auch aus diesem Grunde habe ich auf den Einbau progressiver Federn verzichtet.

    Progressive Federn haben dennoch den Vorteil, dass, wie der Name schon sagt, die Federkraft beim Eintauchen nicht linear, sondern progressiv zunimmt, was in der Praxis bedeutet, dass die Gabel bei geringem Eintauchen, im Gegensatz zur linearen Feder, zunächst sehr sensibel anspricht, um dann mit zunehmendem Federweg große Federkräfte aufzubauen.

    Somit bin ich auch der Meinung, dass eine angebrachte Gabeltasche, in Verbindung mit einer progressiven Feder, nur äußerst selten Kontakt zum Schutzblech haben dürfte.

    Wer viel wiegt, kann schwerer entführt werden 😎

  • Ich empfinde das Fahrwerk nun als kommod und als besonders gut abgestimmt.

    Auch beim Bremsvorgang ist bisher die Gabel niemals durchgeschlagen

    Hallo Ralf! Da ich Dich ja persönlich kennenlernen durfte, muß ich Deine Aussage ein klein wenig korrigiere. GRUNDSÄTZLICH stimmt alles was Du sagst… wenn Dein Gewicht die Grundlage Deiner Aussage ist. Selbst mit kompletter Sicherheitskleidung, Helm, etc. dürfte Dein Gewicht auf der Waage, spät abends nach einem üppigen BBQ immer noch nicht an meines (bayrische Wohlstandssiluette!) morgens, wie Franziskaner Weißbier und Gott mich schufen, auf der Waage herankommen. Und jetzt stell Dir noch eine nette Beifahrerin und etwas Gepäck in den Koffertaschen vor. Da könnte bei weicher Gabelabstimmung und ordentlich ins Eisen gegriffen, schon mal ungewollt Kontakt entstehen….😣

    Schwere Grüße aus Violau, Markus 😜

    Von race to cruise

  • Hallo Ralf! Da ich Dich ja persönlich kennenlernen durfte, muß ich Deine Aussage ein klein wenig korrigiere. GRUNDSÄTZLICH stimmt alles was Du sagst… wenn Dein Gewicht die Grundlage Deiner Aussage ist. Selbst mit kompletter Sicherheitskleidung, Helm, etc. dürfte Dein Gewicht auf der Waage, spät abends nach einem üppigen BBQ immer noch nicht an meines (bayrische Wohlstandssiluette!) morgens, wie Franziskaner Weißbier und Gott mich schufen, auf der Waage herankommen. Und jetzt stell Dir noch eine nette Beifahrerin und etwas Gepäck in den Koffertaschen vor. Da könnte bei weicher Gabelabstimmung und ordentlich ins Eisen gegriffen, schon mal ungewollt Kontakt entstehen….😣

    Schwere Grüße aus Violau, Markus 😜

    Hallo Markus,

    dann scheinst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der progressive Typ zu sein… 😎

    Lineare Grüße aus dem Münsterland 😉

    Wer viel wiegt, kann schwerer entführt werden 😎