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Anzeige Motortemperatur

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  • Moin,

    entgegen dem Handbuch gibt es diese Anzeige im Display nicht.

    Wir hatten das Thema vor einiger Zeit schon mal, musst du weiter vorne mal nachlesen, da gibt es ausführliche Info‘s

  • Mal ne Frage an die Elektroniker unter Euch:

    Könne die Cracks unter uns die Anzeige nicht (einfach) aktivieren? Ich wette, dass der Sensor an sich sicher noch aktiv ist.


    Unabhängig sagte ein BMW Ingenieur, dass die R18 soviel Öl im Kreislauf hat, dass das kaum überhitzen kann - zumindest in unseren Breitengraden. Naja - kann man so oder so sehen, wenn man zB im Stau auf der BAB steht.

    Aber: die R18 wird ja massiv auch international vertrieben - wie sieht es denn dann erst in Asien oder in den VAE aus? Wenn das Ding da hält, sollte es auch bei uns tun...

  • Ich glaube die Anzeige ist wirklich überflüssig. Hatte ich noch nie an einem Moped und auch keiner aus unserer Clique - es gab in der Hinsicht noch nie ein Problem, zumindest nicht in unseren Breitengraden. Der Hinweis von BMW ist wohl absolut zutreffend.

    Mir wär dann eine Ölstand Anzeige viel lieber! Dass man in 2021 zu 2. sein muss um den Ölstand zu kontrollieren - wobei sich einer quasi neben das Moped legen muss, find ich beschämend. Wie gesagt meine 35 Jahre alte R80 hat eine ganz simple Lösung: den guten alten Ölmessstab!!! Ich kann im sitzen den Ölstand kontrollieren - ganz einfach, perfekt!!!

    Und komm mir jetzt bitte keiner, der meint, dass das technisch nicht umzusetzen wäre...

  • Aber das hat man doch im Gefühl, ob der Motor warm ist und ab wann man richtig Gas geben kann...

    Da man mit unseren Stahlroß ja eigentlich nicht im Winter reitet, sondern nur mit PKW ist das schon ein Unterschied...

  • Unabhängig sagte ein BMW Ingenieur, dass die R18 soviel Öl im Kreislauf hat, dass das kaum überhitzen kann

    Moin,

    das sind ja Thesen...


    Grundsätzlich: wenn etwas "luftgekühlt" ist und die Luft dafür steht, weil man bei >37°C im Stau hängt, dann überhitzt sich das Aggregat im Betrieb auch irgendwann, wenn es kein sekundäres Kühlmedium mit aktiver (Luft-)kühlung gibt.

    Die Ölwechselmengen sind eigentlich rel. ähnlich und liegen bei der R18 und den 1200 GS auf dem gleichen Wert von 4,0L..

    Die K1600 hat 4,5L und die kleinen Rotax Motoren haben 3-3,5 Liter.

    Gemessen am Hubraum ist die Ölwechselmenge der R18 eher gering, nicht ohne Grund sind die Kühlrippen der beiden Zylinder echte "Bauwerke". Die Wasserboxer haben noch zusätzlich 1,5l umgwälztes Kühlmittel, nebst Lüfter. Das ist dann schon eher eine Lebensversicherung. Aber ob die reine Konvektionskühlung in den Kühlrippen alleine im Stau ausreicht, da habe ich meine Zweifel. Nicht ohne Grund enthält die BDA zum Thema Motorüberhitzung so allerlei und es gibt Anzeigen im KI

    Grüße Thilo :ichbinalt

  • Hallo, heute Stop & Go (bereits nach längerer Fahrt) hinter eine Kuhherde ohne Möglichkeit vorbeizukommen. Nach ca. 25-30 Minuten ging die Warnlampe an. Kühltemperatur zu hoch. Ausgestellt und 10 Minuten gewartet, dann war die Warnung weg. Später in einem kurzen Stau nochmal das gleiche Spiel, ging dann allerdings schnell aus sobald ich etwas schneller fahren konnte.

  • … ohne Luftzug, keine ausreichende Kühlung…. das ist bei unserer R18 logisch; in dem Fall wird es sogar egal sein, wie groß und gut der Ölkühler vorne ist…..

    Da hilft im Zweifel nur ausmachen oder wieder ordentlich weiter fahren, sonst muss der luftgekühlte Boxer überhitzen…

    Aber die Temperatur würde mich schon interessieren, schade, dass die Anzeige gänzlich deaktiviert wurde.

  • Nein, wenn sie rollt nicht; nur wenn sie länger steht und der Motor läuft. Sicher ist in warmen Ländern dann er Schicht. Das wird dir aber auch im Sommer bei uns auf der Autobahn im Stau passieren - da heißt es dann Motor aus.

  • Mit anderen Worten:

    In sehr warmen Ländern wird die R18 zum Problem Fall?

    Moin,


    Wer einen BMW, auch in 4-rädiger Ausführung besitzt, kennt ja vielleicht seinen Fahrzeugdatenträger. Jene mystische Codes enthaltene Tabelle, die im Grund das Fahrzeug nach seinen Innereien aufschlüsselt, weit über die Sonderaussattungen hinaus.

    Da gibt es zum Beispiel einen Code für "Heißlandausführung"...

    Der ist bei jedem Mobil gesetzt, was in D auf den Markt kommt.

    Beim PKW bedeutet das z.B. größere Kühler und/oder 1-2 Lüftermotoren größerer Leistung.

    das geht auch noch abgestuft und endet im Maximal-Kühlpaket, wenn eine Anhängerkupplung mit geordert wurde.


    Auch in Deutschland gibt es immer mal Temperaturen >35°C, auch 40°C wurden schon gemessen, da befinden wir uns in guter Gesellschaft zu vielen anderen Ländern, die uns als "warm" im Kopf erscheinen.

    Auch wenn die vielleicht mal 45°C haben, das ist im Verhältnis nicht so viel mehr.


    Der konstruktive Kniff ist die erzielbare Kühlleistung an den Kühlrippen,

    die besteht aus 2 Komponenten:

    - Konvektionskühlung (im Stand und in Fahrt)

    - Durchströmungskühlung (in Fahrt)


    Es ist rel. egal, ob man bei 20, 30 oder 40°C im Schatten bei Windstille im Stau steht.

    Der Zeitpunkt, bis die gelbe/rote Warnlampe angeht (geschätzt 100-110-120°C Öltemperatur) dürfte durch den dennoch vorhanden Wärmestau minütlich auseinanderliegen.

    Du merkst es ja deutlich, wie warm die Mühle ist, bzw. welche Wärme vor Dir nach oben strömt. Das ist natürlich auch so gewollt und zeigt, daß auch im Stand die Kiste eine erhebliche Menge an Wärme abführen kann. Aber nichts ist für ewig.


    Wenn die gelbe Lampe kommt und die Situation auf der Straße sich nicht ändert: Motor aus.

    Manche Leute sehen darin ein Risiko, weil sich ja schon überhitzte Bereiche einem punktuellen Wärmestau ausgesetzt sehen ("Hot spots")

    da darf man sich drauf verlassen, daß das konstruktiv mit Reserven bedacht wurde. Insgesamt ist es die einzige Möglichkeit, aus dem Dilemma herauszukommen ohne Schäden zu riskieren.

    Die Mühle "glüht" ja weiter, aber sie kühlt auch dabei (langsam) ab... Jedes °C zählt.


    Rote Lampe (nachdem man Gelb erfolgreich ignoriert hat) oder Plan B:

    Warnblinkanlage und weiterfahren:

    Die möglicherweise verhandene Rettungsgasse (Heißt ja nicht den Standstreifen benutzen) im Stau zu benutzen ist in D ja nun zusätzlich unter Strafe gestellt worden, während man ja in anderen Ländern das "Hitzedilemma" der Motorradfahrer ja eher toleriert, es bleibt also nur die Flucht nach vorn und man versucht auf den Standstreifen zu kommen, Stück fahren, bis ggf. die Anzeige von rot auf gelb wechselt.

    Wie auch immer, korrekterweise wenn es rot bleibt nach ein paar 100m, dort mit Warnblinker stehen Motor aus und gut.

    Da droht auch kein Unbill, rein rechtlich hast Du eine "Panne" und niemand, auch nicht der 5 Wagen Löschzug der Feuerwehr kann Dich und Dein Motorrad von dem Standstreifen vertreiben (bestenfalls dicht am Rand stehen..).

    Der 2. Vorteil: Nicht mehr eingerahmt in einer Gruppe aus größeren KFZ (Wohnmobile, LKW...) am Standstreifen stehen bedeutet auch mehr Luft zu bekommen, vielleicht weht da ja eher ein kleines Lüftchen, was besser kühlt...


    Ein Lesewerk zur Aerodynamik, auch des Motorrades, ist das hier: https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-8348-2316-8

    Grüße Thilo :ichbinalt

  • Ja, Hitze kann zu einem Problem werden. Meine Luft-/Ölgekühlte 1800er Indian konnte auch sehr heiß werden. Aber wer im Death Valley (USA) bei 50° keinen Hitzeschock bekommt, der wird hier in Europa motorisch auch überleben. Zwar liegt bei dem Indian-Motor der hintere Zylinder im heißen Windschatten des 1. Zyl., aber mit 5,2 l Ölvolumen hat sie doch einen Vorteil gegenüber der R 18 mit nur 4 l Motorölinhalt.

    Durch die Leidenschaft existiert der Mensch. Durch die Vernunft lebt er nur.

  • Ein Aspekt ist eben auch noch, dass bei Leerlaufdrehzahl im Stau (ca. 1000 U/min) das Öl nur minimal durch den Ölkühler quirlt. Und dieser dazu noch sehr wenig an Konvektionswärme abgeben kann. Ein kleines Gebläse würde hier, wie bei den GS, vielleicht schon Wunder wirken.

    Viele Grüße von Ralf

  • durch den Ölkühler quirlt. Und dieser dazu noch sehr wenig an Konvektionswärme abgeben kann. Ein kleines Gebläse würde hier, wie bei den GS,

    Moin,

    der Ölkühler, aktuell ja ein beliebtes Umbauprojekt, trägt im Stand quasi Null zur Kühlung bei, richtig durchströmt wird er nur in Fahrt, für's im Stand sind die Rippen falsch angeordnet, es fehlt quasi die vertikale Kanalisierung. Da müssen eher die Kühlrippen am Zylinder ran.

    Der Lüfter an den GS, zumindest ab dem "Wasserboxer" (2013) so verbaut, dient dem Luft-Durchströmen des kleinen Wasserkühlkreislaufs, nicht dem Ölkreislauf.

    Man kann mit rel. wenig Wasser im Verhältnis eine größere Menge Öl (bzw. den ganzen Motor) kühlen, dafür nutzt man die höhere spezifische Wärmekapazität von Wasser 4,18 kJ/kgK aus (vom Öl beträgt sie1,67 kJ/kgK).

    Erst dadurch ist es überhaupt möglich geworden, Motoren auch "einzubauen", sie also fast ohne jegliche Luftkühlung laufen zu lassen

    (Was heute in Zeiten von Turbo & sonstiger Aufladung allerdings nicht mehr stimmt, der Motorraum hat auch noch eine aerodynamische Funktion und betreibt ebenfalls eine passive Kühlung).


    Beim "nackten" Boxer liegt der Schwerpunkt der maximalen Kühlleistung auf den Zylinder-Rippen, der Ölkreislauf sorgt "intern" für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, wie sich das allerdings prozentual zueinander verhält kann ich nicht sagen, das ist ne Frage an die Ingenieure.

    Grüße Thilo :ichbinalt

  • Der Lüfter an den GS, zumindest ab dem "Wasserboxer" (2013) so verbaut, dient dem Luft-Durchströmen des kleinen Wasserkühlkreislaufs, nicht dem Ölkreislauf



    Beim "nackten" Boxer liegt der Schwerpunkt der maximalen Kühlleistung auf den Zylinder-Rippen, der Ölkreislauf sorgt "intern" für eine gleichmäßige Wärmeverteilung, wie sich das allerdings prozentual zueinander verhält kann ich nicht sagen, das ist ne Frage an die Ingenieure.

    Schon klar!

    Die Inschinöre hätten sich Gedanken darüber machen sollen, das Öl idealerweise durch die Fahrwerksrohre zu pumpen. Sind ja genug davon da, wenn auch unterbrochen. Gab's alles schonmal.

    Viele Grüße von Ralf

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