Elektrik-Problem. Brauche Rat

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Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Hallo Jungs und Mädels wir haben auf unserem Treffen bei Goslar eine Honda Pan European aus NRW. 12 Jahre alt. Er hat vor 1000 km einen neuen Regler und eine neue Lichtmaschine bekommen. Heute, bei der Ausfahrt: Bei 5400 Umdrehungen leuchtet plötzlich die Ladekontrolle und geht auch nicht mehr aus. Nach dem Neustart läuft sie wieder einwandfrei, bei/ab 5400 Umdrehungen leuchtet wieder die Ladekontrolle. Messung an den Batteriepolen zeigt, nach dem Anlassen 3 Volt an. Bei laufendem Motor steigt die Anzeige langsam auf 12,6 Volt. Dann bei 5400 leuchtet wieder die Ladekontrolle. Warum geht die Spannung bis 3 Volt runter? Ist so, als wenn plötzlich ein riesiger Verbraucher "dran hängt". Mechanisch kann nichts defekt sein, wenn immer nur bei 5400 Umdrehungen der Defekt auftritt. Vielleicht muß er versuchen, mit 5000 Umdrehungen, nach Hause zu fahren. Vielleicht hat jemand einen Rat.

  • Meine Vermutung war: 3v klingt nach plattenschluss in der Batterie


    Aber die KI hat andere Vorschläge, die auch plausibel sein können:

    Das ist ein klassisches, tückisches Elektrikproblem, bei dem eure Vermutung mit dem "riesigen Verbraucher" physikalisch genau in die richtige Richtung geht.

    Dass die Spannung an den Polen nach dem Anlassen auf 3 Volt absinkt und sich der Fehler exakt bei 5400 Umdrehungen reproduzieren lässt, deutet auf folgendes Szenario hin: [1]

    Die wahrscheinlichste Ursache: Ein massiver Kurzschluss im Ladesystem durch Fliehkraft oder Überspannungsschutz

    Es handelt sich hierbei mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht um einen Defekt an der restlichen Motorradelektrik (wie Scheinwerfer oder Steuergerät), sondern um ein Problem im Zusammenspiel zwischen der neu eingebauten Lichtmaschine und dem neuen Regler:

    1. Der "Fliehkraft-Kurzschluss" im Stator (Lichtmaschine):
      Die Lichtmaschine dreht sich synchron zur Motordrehzahl. Bei exakt 5400 U/min wirken enorme Fliehkräfte auf die Wicklungen des Stators. Wenn bei der Produktion der neuen Lichtmaschine eine Wicklung nicht absolut sauber isoliert oder fixiert wurde, dehnt sie sich bei dieser Drehzahl minimal aus und schlägt gegen die Masse (Gehäuse) oder erzeugt einen Phasenkurzschluss. Sobald die Drehzahl sinkt (oder der Motor neu gestartet wird), zieht sich der Draht zurück und alles misst sich wieder normal.
    2. Das Thyristor-Dilemma im Regler (Überspannungsschutz "Shorting-Type"):
      Günstige oder falsche Regler arbeiten oft nach dem Prinzip des Kurzschließens (Shunt-Regler). Wenn die neue Lichtmaschine ab einer bestimmten Drehzahl zu viel Spannung (z. B. über 50-80 Volt AC) produziert, schalten die Thyristoren im Regler auf "Dauerdurchlass", um die Elektronik zu schützen. Wenn dieser Schutzmechanismus fehlerhaft ist, "hängt" sich der Regler auf, schließt den gesamten Generatorstrom kurz und reißt das Bordnetz mit in den Keller, bis die Zündung aus- und wieder eingeschaltet wird. [2]

    Warum sinkt die Spannung auf 3 Volt ab?

    Wenn der Regler oder die Lichtmaschine ab einer Drehzahl einen dauerhaften, harten Kurzschluss gegen Masse schalten, fließt ein unkontrolliert hoher Strom.
    Dass das Multimeter nach dem Anlassen (und im Fehlerfall) kurzzeitig 3 Volt anzeigt, liegt daran, dass das System in diesem Moment unter extremen Last- bzw. Kurzschlussstrom einbricht. Eine gesunde Autobahn- oder Motorradbatterie würde das nicht lange mitmachen – hier bricht die Spannung sofort ein, weil die Energie im Kurzschluss verpufft. Dass sie danach wieder langsam auf 12,6 Volt hochkrabbelt, zeigt, dass die Batterie versucht, sich chemisch zu erholen, aber de facto fast leer ist (12,6 V bei laufendem Motor ist viel zu wenig – da müssten 13,8 bis 14,4 Voltanliegen). [1, 3, 4]

    Was solltet ihr jetzt tun? (Notfall-Tipp für die Heimfahrt)

    • Ja, mit niedriger Drehzahl nach Hause fahren! Wenn der Fehler verlässlich erst ab 5400 U/min auftritt, sollte er versuchen, die Drehzahl streng unter 5000 U/min zu halten.
    • Unnötige Verbraucher abschalten: Da die Batterie offensichtlich nicht richtig geladen wird (12,6 V bei laufendem Motor reicht kaum aus), zieht alle Zusatzgeräte (Navi, Griffheizung) ab. [5, 6]
    • Vorsicht bei Zündungsunterbrechung: Wenn er unter 5000 U/min fährt und die Ladekontrolle aus bleibt, sollte er die Fahrt bis nach NRW riskieren. Wenn die Lampe angeht, zieht das Motorrad die Batterie innerhalb weniger Kilometer leer, bis die Zündung versagt. [5]

    Diagnose für die Werkstatt daheim:
    Nach der Heimfahrt muss die Steckverbindung der drei gelben Kabel (Lichtmaschinen-Phasen zum Regler) getrennt werden. Dann misst man den Widerstand der Wicklungen gegen Masse während man den Motor vorsichtig hochdreht (Vorsicht, hohe Wechselspannung!). Da Regler und Lima erst vor 1000 km neu kamen, greift hier ganz klar die Teilegewährleistung/Garantie der Werkstatt oder des Verkäufers. [7]

    Um die Heimfahrt sicherer einzuschätzen:

    • Handelt es sich um die ST1100 (oft 28A oder 40A Lichtmaschine) oder das neuere Modell ST1300?
    • Habt ihr die Möglichkeit, die Batterie vor der Abfahrt noch einmal per externem Ladegerät vollzuladen?

    [1] https://drbatterie.de

    [2] https://forum.2-ventiler.de

    [3] https://www.honda-paneuropean.de

    [4] https://www.st-owners.com

    [5] https://www.bussgeldkatalog.org

    [6] https://www.honda-paneuropean.de

    [7] https://cb1300-forum.de

  • Falls gegeben: ADAC.
    Nach dem Motto: wenn kein Risiko vorhanden, kann auch nix Blödes passieren. Und dann darf Zuhause die Werkstatt, welche die ursprüngliche Reparatur vorgenommen hat den Fehler suchen und beseitigen.

    Von race to cruise

  • Hallo Thomas,

    Du wohnst bei Pirna. Da war ich beruflich von 1992 bis 1995. Auch nebenan in Rosenthal. Tanken war ich immer in Berggießhübel. Komische Ortsnamen habt ihr im Osten.

    War auch in Cottbus bei Bademeusel oder Köthen im Ort Kleinbadegast. Lustige Ortsnamen.

    Wir bedanken uns für Deinen Rat. Es gab ja schon einige Ideen von uns, was es vielleicht sein könnte. Mit Deinem Ratschlag konnten wir konkret etwas anfangen und es klingt plausibel. Der Kollege fährt langsam 400 km nach Hause und bringt das Gespann noch heute zur Werkstatt. Er hatte, vor kurzem, noch selbst etwas an der Elektrik geschraubt. Vielleicht hat er da was falsch gemacht.

    Ich, fast 73, schraube nicht mehr selbst.

    Früher kamen so um die 200 Biker zu unserem jährlichen Treffen. Heute, Durchschnittsalter 65, kann man froh sein, wenn man 100 Mann zusammen bekommt. Meine Kräder sind gepflegt. Trotzdem hatte ich schon im 600 km entfernten Ilsfeld/Stuttgart und 400 km entfernten Kappeln/Schleswig ein Problem mit meinem Krad. Man ist froh, wenn es dort Leute gibt, die einem helfen, damit man wieder heil nach Hause kommt. Es tut auch dem/unserem guten Ruf gut, wenn die Gäste wissen, daß Ihnen geholfen wird und kommen dann auch im nächsten Jahr gern wieder.

    Es ist, vom unserem R18-Stammtisch angedacht, vielleicht im nächsten Jahr ein 3-Tage-Treffen in der sächsische Schweiz zu veranstalten.

    Falls es angeht, würde ich mich freuen, wenn wir uns dann vielleicht Treffen könnten.

    Du hast mindestens eine Weitzenkaltschale und ne Currywurst/Pommes bei mir gut.

    Viele herzliche Grüße nach Dresden, Hotte

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