Erfahrungs- und Informationsaustausch: iPad Mini als Motorrad-Navi

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Liebe Mitglieder: ich möchte an dieser Stelle auf ein neues Projekt von mir aufmerksam machen: www.japan-stromer.de bietet allen Fans der neuen Honda WN7 eine Plattform.

Dabei handelt es sich um das erste größere Elektromotorrad von Honda. Vielleicht finden das einige doch interessant und wollen dieser Technologie eine Chance geben.

Honda WN7 Forum

Die gewohnte Forensoftware und mich gibt's mit dazu ;-)
Euer Admin Markus

  • Moin,

    ganz früher noch mit den guten alten Shell-Karten 1:200.000 navigiert, hat sich inzwischen die elektronische Navigation einen festen Platz bei meinen Mopped-Touren gesichert. Die ist nicht nur komfortabler, weil sie mich immer sicher zum Ziel lotst, auch wenn ich mal falsch gefahren bin, weil ich z.B. vergessen habe, abzubiegen. Sie zeigt mir auch tolle Strecken, die ich mit manueller Kartennavigation wahrscheinlich gar nicht gefahren wäre.

    Zunächst mit dedizierter Navi-Hardware unterwegs, nutze ich schon seit langer Zeit mein iPhone mit einer Motorrad-Navigationssoftware - weil das einfach praktischer und viel flexibler ist. Und die Dinger sind ja nun auch seit einiger Zeit wasserdicht.

    Einen unerfüllten Punkt gibt es allerdings noch auf der Wunschliste: Eine bessere Übersicht, wo ich eigentlich aktuell gerade auf der Tour bin, und wie es grob die nächsten 10-20 km weitergeht (wo will das Navi denn eigentlich lang?

    Logisch, das beißt sich etwas mit den detaillierten Fahranweisungen für die nächsten 1-2 km. Der Bildschirm eines Smartphones ist ja nun nicht sooo groß, dass man beides gut in noch bei der Fahrt lesbarer Form darstellen könnte...

    Die Bildschirmgröße ist also ein limitierender Faktor. Ein deutlich größeres Display wäre somit das Ziel, aber es muss trotzdem noch gut auf dem Mopped integriert werden können. Da ich seit Jahren iPhones nutzte, wäre das nächstgrößere Apple-Gerät ein iPad Mini. Hm, das sollte doch eigentlich einen guten Kompromiss darstellen!? :-)

    Eine Suche im Internet ergab nicht viel Erhellendes zum iPad Mini als Mopped Navi. Das wird wohl (noch?) selten für diesen Zweck eingesetzt, da betrete ich also anscheinend Neuland und muss mir eben selbst eine gute Lösung erarbeiten. :matrix

    Es reicht ein ganz einfaches iPad Mini, ohne großen Schnickschnack. Ich hab mich für die aktuelle Version 7 als "Refurbished Product" (also gebraucht, aber aufgearbeitet) entschieden (top, wie neu!). Mobile Daten gibt es für das iPad über mein iPhone, dass ich sowieso immer dabei habe, und 128 GB Speicher sind auch mehr als ausreichend. Check. Nächster Punkt: Befestigung auf dem Mopped. Hier wird die Luft schon dünn - die Auswahl einer für den Zweck geeigneten Hülle mit Unterstützung für ein Standard-Befestigungssystem ist signifikant kleiner als für Smartphones.

    SP-Connect bietet als einziger ein Hülle für das iPad Mini (6 und 7) an, die mit einem Anschluss für das hauseigene Befestigungssystem ausgestattet ist. (Gern mitgenommener Nebeneffekt: Das Case bietet als Zusatz noch einen deutlich erweiterten Rundumschutz für das iPad.)

    iPad mini 7 | SP Connect
    sp-connect.de

    Nachteil: Das iPad muss bei der Fixierung am Mopped systembedingt um 90 Grad gedreht werden. Das könnte an der zukünftigen Wunschposition u.U. an Platzproblemen scheitern...

    Motogadget (= Cayo) und Peak Design (USA) bieten jeweils ein einfach zu nutzendes Klick-Befestigungssystem an, mit dem man sogar die Orientierung (horizontal/vertikal) beim Einklicken frei wählen kann. Aber leider ohne Case für das iPad Mini...

    Motorrad
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    www.motogadget.com

    Phone Mounts | Peak Design Official Site

    Das System von Peak Design ist technisch übrigens supercool, aber leider auch schweineteuer...

    Also erst einmal das Case von SP-Connect bestellt - das passt ja schon mal ganz passabel für den Einsatzzweck. Vielleicht baue ich mir dafür noch einen Adapter auf Cayo oder Peak Design - mal sehen. Das Befestigungssystem von SP-Connect nutze ich schon für mein iPhone, die Infrastruktur am Mopped wäre dafür also schon mal prinzipiell vorhanden. Check.

    Nächster Punkt: Mopped-Navigationssoftware!

    Bisher habe ich Calimoto genutzt, und war damit auch recht zufrieden. Leider hat Calimoto aber keine iPad-Version Ihrer Software (und auf Nachfrage auch keine in Planung). Auf dem iPad kann man also lediglich die iPhone-Version nutzen - dann kann ich auch gleich auf dem iPhone bleiben...

    Also mal schauen, was der Markt noch so an alternativer Mopped-Navisoftware für das iPad bietet, die auch die größere vorhandene Bildschirmfläche sinnvoll nutzt - z.B. "Kurviger" und "Scenic".

    Von der Kartendarstellung auf dem iPad hat mich Kurviger sofort angesprochen - das sieht auf dem iPad Mini schon mal sehr vielversprechend aus! (Bei nächster Gelegenheit mache ich mal ein paar Screenshots.)

    Ich bin gespannt auf die Praxistests im Frühjahr. Im Augenblick ist ja wegen Wetter nix los mit Mopped fahren...

    Die Winterzeit kann ich aber gut nutzen, um mir weitere Gedanken zur optimalen Befestigung des iPads an der R18 zu machen. Eine Halterung fürs iPhone ist wie schon gesagt vorhanden, aber das geht für das iPad Mini bestimmt noch besser...

    Die Spannungsversorgung soll zukünftig über den SZ-Stecker unter dem Tank der R18 erfolgen. (SZ = Sonderzubehör). An den wird dazu eine USB-C Buchse angeschlossen. (Eine detaillierte Anleitung dazu habe ich ja schon mal im Forum gepostet.)

    Das ist der aktuelle Stand - wenn es neue Erkenntnisse zu vermelden gibt, poste ich es hier.

    Falls jemand schon Erfahrung mit dem iPad als Basis für eine Mopped-Navigation (oder Fragen) haben sollte - immer her damit!

    *****

    Zum Schluss noch eine Bitte, um die Diskussionen nicht am Thema vorbei ausufern zu lassen (-> leidige Erfahrung...): Es soll hier dediziert und speziell um einen Erfahrungs- / Informationsaustausch zur Nutzung des iPad Mini als Motorradnavigation gehen. Bitte beschränkt Eure Beiträge auf dieses Thema. Es geht hier nicht darum, ob ihr eine tolle andere Lösung habt - macht dazu dann bitte einfach einen eigenen Thread auf (Vorschlag z.B. "Welche Navi-Lösung ist die beste?")! Danke!!! :-)

  • DidiR18 2. Dezember 2025 um 15:17

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Ich habe ein Samsung Galaxy Outdoor Tablet an meiner GS. Die große Kartendarstellung ist schon sehr angenehm. Was das IPad betrifft, achte darauf, dass es einen GPS Sensor verbaut hat. Das 7er kenne ich nicht, aber bei den älteren IPad Mini Modellen hatten nur die Varianten mit SIM Karte einen GPS Sensor, die anderen haben das irgendwie über WLAN hinbekommen. Klappt in der Wohnung recht gut, im Wald eher weniger.

  • Die aktuellen iPads haben immer alle einen GPS Sensor verbaut - also ist alles Notwendige an Bord :-)

    (Zugriff auf mobile Daten gibt es ja wie erwähnt über das iPhone über dessen "persönlichen Hotspot".)

    Was für eine Navigationssoftware nutzt Du denn auf dem Tablet?

  • Es gibt diverse Videos bei Youtube, wo ein iPad Mini als Motorrad-Navi genutzt wird. Da ein iPad nicht wasserfest ist, müsste es auch noch zusätzlich in eine Outdoor-Hülle gepackt werden. Unterm Strich ist ein iPad Mini sicherlich nicht für jeden als Navi praktikabel. Mir persönlich wäre das komplette Gedöns tatsächlich zu groß, zu schwer, zu unhandlich und letztendlich auch kein optisches Highlight.

    Aber wie geschrieben - es gibt genügend Filmbeiträge, wo man sich das anschauen kann............

    1802 ccm - Big Toy for Big Boy

  • Warum so umständlich ? Es gibt doch heute gute Apple CarPlay Lösungen für das Motorrad.

    ...

    Das habe ich letzte Saison bereits ausprobiert, und das bietet nicht das, was ich haben will. Es löst nämlich nicht das grundlegende Problem: Der Kartenausschnitt (nicht das Display!) ist zu klein.

    Die Anzeige bei Carplay wird ja vom iPhone erzeugt (das Carplay-Gerät ist also nur ein smarter Monitor). Das vom iPhone generierte Bild für Carplay hat somit die gleichen Einschränkungen bezüglich des Kartenausschnitts, wie sie die auf dem iPhone laufende Navi-Software hat.

    Außerdem hatte ich immer mal wieder Probleme mit der Zuverlässigkeit der Carplay-Verbindung; das darf aber nicht passieren, wenn ich als Tourguide ein halbes Dutzend oder mehr Motorräder hinter mir habe.

  • Da drängt sich mir doch als erstes die Frage auf: hält das iPad überhaupt die Vibrationen aus???

    Halte ich persönlich für unwahrscheinlich...

    Warum sollte das iPhone die Vibrationen aushalten, das iPad aber nicht? Die werden nach den gleichen Qualitätsstandards gefertigt, da sehe ich keinen Unterschied.

    Der vibrationskritische Teil beim iPhone ist die Kamera-Mechanik, nicht die Elektronik oder die restliche Mechanik. Und die Kamera beim iPad nutze ich sowieso nicht, die wäre mir relativ schnurz...

  • ... Da ein iPad nicht wasserfest ist, müsste es auch noch zusätzlich in eine Outdoor-Hülle gepackt werden. ...

    Die Hülle von SP-Connect ist eine Outdoor-Hülle und wasserdicht. Check. :-)

    Das iPad wird ja nicht "nackig" auf dem Motorrad montiert, es braucht eine feste Hülle mit einem integrierten Anschluss für das Befestigungssystem.

    Von Klemmeinrichtungen, in die man ein (nackiges) iPad einspannen kann, halte ich für diese Art der Anwendung übrigens nix.

  • ... Unterm Strich ist ein iPad Mini sicherlich nicht für jeden als Navi praktikabel. Mir persönlich wäre das komplette Gedöns tatsächlich zu groß, zu schwer, zu unhandlich und letztendlich auch kein optisches Highlight. ...

    Das hat auch keinesfalls den Anspruch, die universelle und perfekte Navi-Lösung darzustellen.

    Es ist eine spezielle (Nischen-) Lösung für spezielle Ansprüche.

    Manche kommen mit sehr rudimentären Systemen aus (z.B. Beeline), aber das passt nicht zu meinen Anforderungen.

    Unterm Strich ist jedwedes nachgerüstetes Navi (bzw. dessen Halterung und Spannungsversorgung) kein optisches Highlight, da nicht sauber im Mopped integriert. Es ist immer ein Kompromiss.

    Und auf einen Kompromiss läuft es eben immer hinaus: Welche Funktion will ich haben, und was bin ich bereit, dafür einzugehen.

    Meine Anforderung ist klar: Ich möchte mehr Kartendetails (= einen größeren Kartenausschnitt), und brauche somit ein größeres Display. Die Art des Gerätes macht das Ganze nicht kleiner; also muss ich diesen Kompromiss eingehen, wenn ich die Funktion haben will. Da beißt die Maus keine Faden ab...

    Ich bin da eher auch der Typ "form follows function" als "wer schön sein will, muss leiden"... :-)

    Das iPad hat für mich noch den schönen Nebeneffekt, das ich das im Motorradurlaub vor Ort nach der Tour auch noch für andere praktische Dinge nutzen kann.

    4 Mal editiert, zuletzt von CarstenB (3. Dezember 2025 um 08:52)

  • Hallo Carsten,

    von Quad Lock gibt es auch Hüllen und Halterungen für das iPad mini: Quad Lock

    Stimmt - aber die sind erstens nicht wasserdicht, und das Gerät muss ebenfalls in die Halterung eingedreht werden.

    Wenn ich schon das System wechsle (weg von SP-Connect), soll es auch eine bessere Verbindungstechnik bieten.

    So kann ich auch zumindest erst mal noch das vorhandene Equipment (SP-Connect Halterung) nutzen.

  • Ein klassisches Tablet taugt nur für gelegentliche Touren oder als Backup, keinesfalls aber als Hauptlösung.Tablets sind, bis auf wenige Ausnahmen, nicht für die Verwendung in der freien Natur geeignet.
    Sie vertragen keine große Hitze, bei direkter Sonneneinstrahlung sieht man auf dem Display kaum noch was, bei Regen entwickelt das Display ein interessantes Eigenleben weil es jeden Regentropfen für einen Eingabebefehl hält, die Ladebuchse ist nicht staubgeschützt und falls man dauerhaft während der Fahrt über die Ladebuchse Strom zuführen will, gibt sie auch irgendwann mit Wackelkontakt oder gänzlicher Arbeitsverweigerung kund, dass sie lieber auf einem Schreibtisch geblieben wäre.
    Es gibt einige wenige brauchbare Tablets wie DMD, aber speziell die Tablets von Apple sind denkbar ungeeignet.

  • Ein Kunde von mir ist Store Manager (Filialleiter) bei Apple. Ich hatte ihn, als bei mir die Entscheidung klassisches Navi oder Smartphone mit Routingsoftware anstand, gefragt, welches Applegerät er mir hierfür empfehlen würde. Klare Antwort: empfehlen würde er mir gar keines. Meine Idee war ursprünglich, ein Pad zum Planen im Hotel und als Navi mit größeren Bildschirm und ein Handy zum Telefonieren. Was dann bei mir mein altes Samsung übernommen hätte. Von einem Pad als Navi am Motorrad hatte er mir aber ausdrücklich abgeraten. Begründung: dafür sind die Geräte nicht vorgesehen und aufgrund ihrer Konstruktion nicht geeignet. Vibrationen, Dichtigkeit, Ablesbarkeit im Outdoorbereich, etc. Für mich wäre es nach dieser Info fast ein Garmin XT2 geworden, da ich aber die Dinger zu selten brauche, blieb ich bei Smartphone mit Senic und SP Connect als Halterung. Bildschirmgröße nicht optimal, aber nur ein Gerät dabei und bei Nichtnutzung verschwindet das Dingens in der Jacke.

    Von race to cruise

  • Ein klassisches Tablet taugt nur für gelegentliche Touren oder als Backup, keinesfalls aber als Hauptlösung.Tablets sind, bis auf wenige Ausnahmen, nicht für die Verwendung in der freien Natur geeignet.
    Sie vertragen keine große Hitze, bei direkter Sonneneinstrahlung sieht man auf dem Display kaum noch was, bei Regen entwickelt das Display ein interessantes Eigenleben weil es jeden Regentropfen für einen Eingabebefehl hält, die Ladebuchse ist nicht staubgeschützt und falls man dauerhaft während der Fahrt über die Ladebuchse Strom zuführen will, gibt sie auch irgendwann mit Wackelkontakt oder gänzlicher Arbeitsverweigerung kund, dass sie lieber auf einem Schreibtisch geblieben wäre.
    Es gibt einige wenige brauchbare Tablets wie DMD, aber speziell die Tablets von Apple sind denkbar ungeeignet.

    Hm - sind das hypothetische Annahmen, oder basiert das auf Praxiserfahrungen?

    Immerhin gibt es doch schon so einige Anwendungen eines iPad Mini auf dem Motorrad, und von den Nutzern sind bisher keine der dargestellten potentiellen Probleme berichtet worden?

    Wir reden hier auch von einer Schönwetter-Anwendung mit maximal gelegentlichem Regen. Es geht nicht darum, stundenlang in strömendem Regen, bei Schnee oder Matsch oder Offroad damit unterwegs zu sein. Notfalls kann man auch die Öffnung im Case staub- und wasserdicht verschließen, wenn man z.B. doch mal (ungeplant) durch stundenlangen Regen muss. Das iPad wird bei mir auch geschützt hinter dem Windschild montiert, ist also auch nicht direkt Schlagregen o.ä. ausgesetzt.

    Die bisher einzigen bekannten potentiellen Probleme - die übrigens ganz genauso so für Smartphones (/iPhones) gelten - sind Schäden an der Kamera-Mechanik durch Vibrationen sowie mögliche temporäre Überhitzungen unter bestimmten Bedingungen (gleichzeitig starke Sonneneinstrahlung, Navigieren und Schnellladen). Sonst ist mir bisher nichts bekannt.

    Aber das gilt eben auch ganz genauso für Smartphones...

    Auch Smartphones sind ja nicht für den Einsatz am Motorrad ausgelegt und entwickelt - und werden trotzdem (sehr erfolgreich) dafür genutzt. Deine Bedenken gab es damals ganz genauso für den Einsatz von Smartphones als Motorrad-Navi - das hat sich aber letztendlich als nicht praxisrelevant herausgestellt. Genauso sehe ich das beim iPad Mini. :-)

  • Sorry, mein Fehler. Wir sind ja im R18 Forum. Natürlich gehts es um eine Schönwetterkonfiguration. 😉

    Die Idee mit dem Tablet ist jetzt nicht sooo neu und wurde auch bereits, nicht von mir, getestet. Die von mir beschriebenen Komplikationen sind in anderen Foren, z.B. GS Forum, ausführlich beschrieben. Natürlich sind alle genannten Fehlerquellen optional und können mehr oder weniger flott auftreten.
    Du hast erwähnt dass Du deine Navilösung als Tourguide einsetzen möchtest. Da würde ich auf eine bewährte Lösung setzen.
    Es gibt doch genügend Outdoortablets, die deutlich robuster als ein iPad sind. Das Problem mit der Ladebuchse bleibt bei allen Lösungen bestehen. Das Problem dass das Display bei starker Sonneneinstrahlung schlecht zu erkennen ist, bleibt bestehen.
    Die anderen von mir genannten Punkte sind an Outdoortablets teilweise besser gelöst.

  • Ein Kunde von mir ist Store Manager (Filialleiter) bei Apple. Ich hatte ihn, als bei mir die Entscheidung klassisches Navi oder Smartphone mit Routingsoftware anstand, gefragt, welches Applegerät er mir hierfür empfehlen würde. Klare Antwort: empfehlen würde er mir gar keines. ...

    Klar - die Geräte sind für diesen Einsatzzweck nicht ausgelegt und entwickelt, und als Hersteller würde ich auch den Teufel tun und sie für einen solchen Einsatzzweck empfehlen (-> Betrieb außerhalb der Spezifikation; darauf kann man sich dann immer prima zurückziehen, wenn dann doch mal was passieren sollte...).

    Die gelebte Praxis (z.B. iPhone als Navi) zeigt aber schon, das es doch sehr gut funktioniert.

    Eigentlich gibt es nur eine wirklich relevante Sache, die man (bei normaler Anwendung) z.B. beim iPhone im Auge haben muss - die empfindliche Kamera-Mechanik der optischen Stabilisierungsfunktion. (Von den gängigen Antivibrationsmodulen als Gegenmaßnahme halte ich übrigens nicht sehr viel; es schadet nicht und reduziert die Wahrscheinlichkeit eines Schadens, aber ich glaube nicht, das man damit Schäden an der Kamera-Mechanik sicher ausschließen kann.)

    Und da spielt das iPad Mini noch eine Stärke gegenüber dem iPhone aus: Es hat gar keine optische (mechanische) Bildstabilisierung, da kann also auch nix kaputt gehen! Check! :-)

  • Ich habe seit gut einem Jahr ein iPhone 16 pro, das ca. 30 mal pro Jahr mit dem System von SP Connect auf meinem MTB befestigt wird. Dann gehts für 1-2 Stunden ziemlich ruppig über Stock und Stein und das bei jedem Wetter und jeder Temperatur. Mit 60km/h gehts über derbe Wurzelpassagen oder Steinfelder, da vibrierts ganz ordentlich, Sprünge, Stürze, Regen, Matsch, Steinschläge aufs Display, dass die Glasschutzscheibe Sprünge bekommt, alles dabei.

    Wenns wieder richtig dreckig war bleibt das Handy bei der anschließenden Reinigung mit dem Hochdruckreiniger auf dem Lenker und wird dabei auch vom gröbsten Schmutz befreit. Danach nehme ich es aus der Hülle und reinige ich es unter fließendem Wasser, abtrocknen, fertig und es sieht immer noch aus wie neu und funktioniert immer noch tadellos.

    Das praktiziere ich schon seit Jahren so mit den iPhones die ich bisher so hatte, hatte noch nie Probleme. Alle paar Wochen prüfe ich die Schrauben der SP Connect Halterung, die waren schon mal locker. Es würde von SP Connect auch einen Vibrationsdämpfer geben, wird einfach dazwischen gesteckt, aber da habe ich keine Erfahrung damit.

    Gruß Daniel


    ... Leben und Leben lassen:bier

  • ...
    Es gibt doch genügend Outdoortablets, die deutlich robuster als ein iPad sind. ...

    Korrekt. Aber ich will nun mal aus verschiedenen Gründen unbedingt im Apple-Universum bleiben, und da gibt es keine Outdoortablets...

    Ich weiß nicht, ob es mit dem iPad Mini dann auch so funktionieren wird, wie ich mir das vorstelle - aber ich bekomme das nur raus, wenn ich es einfach mal ausprobiere. :-)

    Alle Alternativen (-> z.B. Carplay) bin ich ja inzwischen auch schon durch...

    Die Investitionen sind mit ca. 400€ für ein refurbished iPad Mini + etwas Zubehör noch überschaubar.

    Also: Versuch macht kluch! :-)