...
Der Ladestrom läuft dann über CAN-Bus.
Nein, das ist so nicht richtig...
Deshalb zum besseren Verständnis hier mal eine kurze Beschreibung, was da eigentlich genau passiert.
Bei modernen Motorrädern ist die Bordsteckdose nach dem Ausschalten der Zündung normalerweise vom Akku getrennt.
Ein normales Ladegerät würde darüber also keinen Strom durchbekommen.
Ein spezielles „CAN-Bus-Ladegerät" macht Folgendes:
- Es wird eingesteckt.
- Es sendet ein kleines elektrisches Erkennungssignal (über eine Modulation der Ladespannung), damit das Motorrad erkennt:
„Das ist ein zugelassenes Ladegerät – bitte Steckdose einschalten.“ - Das Motorrad-Steuergerät schaltet dann die Steckdose zur Batterie frei.
- Erst dann fließt Strom zur Batterie und sie wird geladen.
- Wenn das Ladegerät wieder abgezogen wird, trennt das Motorrad die Steckdose wieder, damit kein Stromverbrauch entsteht.
Das Steuergerät sorgt auch dafür, dass beim Laden über die Bordsteckdose keine empfindlichen Verbraucher versehentlich mit Strom versorgt werden. Es stellt sicher, dass nur diese Teile direkt „Strom sehen“:
- die Batterie
- die Leitungen, die für Ladestrom ausgelegt sind
Andere Steuergeräte und Verbraucher bleiben abgeschaltet, damit sie nicht durch die erhöhte Spannung beim Laden oder Restströme belastet werden.
Alles klar?
Gruss Carsten
